
Stehende Behälter, Kolonnen und Lagertanks müssen nicht nur dem Betriebsdruck standhalten, sondern auch äußeren Lasten: dem Gewicht der Füllung, Wind, Schnee und Eis, Verkehrs- und Erdbebenlasten sowie den Kräften angeschlossener Rohrleitungen. Der Standsicherheitsnachweis belegt, dass der Apparat und seine Tragelemente diese Lasten sicher aufnehmen – bei stehenden Behältern meist Füße, Tragpratzen oder Standzargen, bei liegenden Behältern die Tragsättel.
Wir führen den Nachweis nach dem AD 2000-Regelwerk und nach Eurocode. Für Anlagen im Geltungsbereich der Störfall-Verordnung berücksichtigen wir zusätzlich die TRAS 320 für Wind-, Schnee- und Eislasten.
Wird ein Druckbehälter häufig an- und abgefahren oder ist er schwankenden Drücken und Temperaturen ausgesetzt, ermüdet der Werkstoff mit der Zeit. Jeder dieser Zyklen ist ein Lastwechsel. Mit einer Ermüdungsberechnung nach AD 2000-Merkblatt S1 bzw. S2 oder nach DIN EN 13445-3 ermitteln wir, wie viele Lastwechsel ein Apparat sicher erträgt – oder wie er ausgelegt werden muss, um die geplante Lebensdauer zu erreichen.
Je nach Apparat und Einsatz fließen unterschiedliche Lasten in die Berechnung ein: Innen- und Außendruck, Flüssigkeitssäule, Stutzenlasten, Lastwechsel, Druckstöße, dynamische Lasten zum Beispiel aus Rührwerken sowie Wind-, Schnee-, Erdbeben- und Verkehrslasten. Reaktoren mit Doppelmantel oder Halbrohrschlangen zur Beheizung oder Kühlung und mit Rührwerken erfordern dabei oft zusätzliche Nachweise.
Ändern sich die Betriebsbedingungen, kommen neue Stutzen hinzu oder soll ein älterer Apparat weiter betrieben werden, rechnen wir den Bestand nach. Zeigt die Nachrechnung Defizite, entwickeln wir die passende Ertüchtigung und liefern die Fertigungsunterlagen dazu.